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Newsletter Bild-Kunst, Copyright: acnaleksy
Mai 2016

Urban Pappi, copyright: VG Bild Kunst, Anita Schulze,2016

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Supreme Court der USA lehnte am 18. April 2016 eine Aufhebung des letzten Urteils in Sachen Google Book Search ab und bestätigte damit in letzter Instanz die Rechtmäßigkeit des Handelns von Google. Es geht darum, dass der Suchmaschinen-Gigant seit 2005 über 20 Millionen Bücher aus dem Wissenschaftsbereich gescannt und seinen Server-Farmen einverleibt hatte, ohne hierfür Urheber und Verlage um Erlaubnis zu fragen. Google nutzt dieses Wissen kommerziell zur Verbesserung seiner Suchmaschine und nicht-kommerziell als kostenloses Angebot an jedermann, mittels Stichwortsuche nach Büchern zu suchen.

Man kann zu dem Ergebnis des Verfahrens stehen wie man will, hier will ich Ihre Aufmerksamkeit auf die Verfahrensdauer richten: elf Jahre hat es gedauert, bis die US-Gerichte ein rechtskräftiges Urteils gefällt haben. 2005 war Google in den USA wegen Urheberrechtsverletztung verklagt worden. Verteidigt hatte sich Google (letztlich erfolgreich) unter Berufung auf die Fair-Use-Doktrin, also auf eine in der EU nicht praktizierte Generalschranke des Urheberrechts.

Unsere Netzpolitiker haben immer wieder gefordert, diese Ausnahme auch in Europäisches Recht einzuführen und zwar mit dem Hauptargument, dass Fair-Use schnellere Reaktionen auf die rasanten Entwicklungen im Digitalzeitalter ermögliche. Elf Jahre Verfahren sprechen dagegen. Unser System der im Gesetz aufgeführten Einschränkungen des Urheberrechts (Schranken) kann da locker mithalten.

Herzlich,
Ihr
Urban Pappi

Urheberrecht Deutschland


BMJV-Studien zum Urheberrecht

Auch wenn das Urheberrecht heute maßgeblich in Brüssel gestaltet wird, macht sich auch Berlin Gedanken über dessen Fortentwicklung im digitalen Zeitalter. Bundesjustizminister Heiko Maas stellte Ende April zwei Studien vor, die sich diesem Thema aus unterschiedlicher Sicht nähern und hier kurz vorgestellt werden sollen. Dabei geht es nicht um die Klärung von Details, sondern um die grundsätzliche Frage, wie das Urheberrecht von den Akteuren im Digitalen Raum eingeschätzt wird und welche Maßnahmen zu ergreifen wären, die Rechteinhaber unter den neuen Marktbedingungen besser zu vergüten. Weiterlesen

Urheberrecht Europa


Geplante EU-Plattformregulierung

Die EU-Kommission hatte in ihrer Strategie für den digitalen Binnenmarkt bereits vor einem Jahr angekündigt, die rechtlichen Rahmenbedingungen von Online-Plattformen überprüfen zu wollen. Nach Durchführung mehrerer Studien, einer Anhörung sowie einer öffentlichen Konsultation wird Ende Mai die Veröffentlichung eines Berichts erwartet, in dem die geplanten Maßnahmen näher erläutert werden. Aus verschiedenen Quellen lassen sich die Eckpfeiler der Plattform-Strategie schon jetzt ableiten. Weiterlesen

Stiftung Kulturwerk


Bewerbungsfrist für Projektstipendien Berufsgruppe III

Die Stiftung Kulturwerk erfüllt den kulturellen Auftrag der VG Bild-Kunst und fördert in allen drei Berufsgruppen kulturell besonders wertvolle Werke und Leistungen. Am 30. Juni 2016 endet die Bewerbungsfrist für Kreative aus dem Bereich Film, Fernsehen und Audiovision. Um eine finanzielle Förderung ihres Vorhabens bzw. Projekts können sich sowohl Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder bewerben. Weiterlesen

Sie stehen fest: Geförderte Projekte BG I

Der Förderbeirat der Stiftung Kulturwerk der Berufsgruppe I (Bildende Kunst) hat in seiner Sitzung vom 26. April die Anträge auf Förderung für den Bewerbungstermin 15.03.2016 beraten und entschieden. Für diese Vergaberunde waren 27 Anträge eingegangen. Die Vergabekommission hat sieben Vorhaben mit einer Gesamtsumme von 35.900,00 €  bewilligt. Weiterlesen

Wissenswertes für Bild-Kunst Mitglieder


Verwertungsgesellschaften und Filmurheber

Filmurheber lassen ihre Zweitverwertungsrechte in Deutschland von Verwertungsgesellschaften wahrnehmen. Es geht vor allem um die Privatkopievergütung und die Vergütung für Kabelweitersendung, also um Bereiche, die aufgrund des Wandels der Technik und der Geschäftsmodelle nicht mehr ganz so zukunftsträchtig sind wie zur Zeit ihrer Einführung. Im Folgenden soll es um die Frage gehen: Was kommt danach? Weiterlesen


Impressum



Herausgeber
Dr. Urban Pappi
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst,
Bonn & Berlin

Wir sind ein rechtsfähiger Verein kraft staatlicher Verleihung, Sitz: Frankfurt/Main.

Vorstand
Frauke Ancker
Werner Schaub
Rolf Silber

Geschäftsstelle in Bonn

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Weberstraße 61
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Tel. 0228 91534 0
Fax. 0228 91534 39

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