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Newsletter Bild-Kunst
Juli 2014
Dr. Pappi (c) Dr. Pappi

Liebe Leserin, lieber Leser,

die letzten Monate war in den Medien viel zu lesen über die neue Arroganz der großen Internet-Riesen aus den USA.

Im Vordergrund der Berichterstattung steht meistens Google, aber die Kritik richtet sich an alle großen Anbieter. Ist Ihnen zum Beispiel der Konflikt zwischen Amazon und den deutschen Buchverlagen bekannt? In den Verhandlungen über E-Books verlangt Amazon eine Erhöhung seines Anteils von derzeit 30% auf 50%! Da deutschsprachige E-Books auch unter die Buchpreisbindung fallen, würde eine mögliche Anteilserhöhung nicht etwa dem Kunden zugute kommen, sondern alleine dem Versandhändler.

Vielleicht lässt sich die neue Aggressivität des Konzerns damit erklären, dass ab dem 1. Januar 2015 in Europa Schluss ist mit dem geschickten Ausnutzen steuerlicher Schlupflöcher. So zahlte Amazon für E-Books bisher ganz legal die luxemburgischen 3% Umsatzsteuer anstelle der deutschen 19%. Das wird in Zukunft nicht mehr möglich sein, da sich dann die Umsatzsteuer nach dem Sitz des Käufers richtet. (Wobei für E-Books vielleicht in Zukunft der ermäßigte Satz von 7% gelten wird – wie jetzt schon für Bücher.)

Was empört: Der Wert des "Versands" beim Kauf eines E-Books soll die Hälfte des Netto-Endverbraucherpreises ausmachen! Kann man das nachvollziehen? Würden Sie freiwillig 100% Aufschlag auf den Kaufpreis zahlen, nur um ein Buch bequem von zu Hause aus bestellen zu können?

Normalerweise bewirkt der Eintritt eines Internet-Riesen in einen Markt mit urheberrechtlich geschützten Werken (Musik, Film, Bild, Zeitung etc.), dass die Endverkaufspreise sinken und damit zwangsweise auch die Vergütungen der Autoren. Der Streit zwischen Amazon und den Buchverlagen belegt nun, dass selbst eine Buchpreisbindung diesen Effekt nicht aufhalten kann: dann verleibt sich eben der Internet-Riese einen größeren Teil vom Kuchen ein, so dass am Ende für die Autoren erneut weniger übrig bleibt als bisher.

Den Preis zahlt der Endverbraucher in beiden Fällen nicht in Geld, sondern in einer schleichenden Verschlechterung des kulturellen Angebots. Denn Künstler brauchen – anders als häufig vermutet – Geld zum Leben. Geld, das heutzutage vermehrt den Aktionären einiger US-Firmen zugute kommt.


Herzlich,
Ihr
Urban Pappi


Urheberrecht Europa


(c)_Bastos-Fotolia-com

Wackeliger Start der neuen EU-Kommission

Nach längerem Hin und Her hatte der Europäische Rat Ende Juni den früheren Luxemburger Premierminister Jean-Claude Juncker als neuen Präsidenten der EU-Kommission nominiert. Vorausgegangen war eine heftige Auseinandersetzung mit dem britischen Premier David Cameron, der Juncker als "zu europäisch" verhindern wollte, letztlich in der Abstimmung aber nur Unterstützung vom ungarischen, sehr nationalistischen Premier Viktor Orbán fand. Juncker war in die Wahl zum Europäischen Parlament als Spitzenkandidat der konservativen EEP gezogen, welche stärkste Partei wurde und deshalb Anspruch auf die Position des EU-Präsidenten erhoben hatte.

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Urheberrecht Deutschland


BGH-Entscheidung im Druckerverfahren

Karlsruhe, 3. Juli 2014, aus einer Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs:
"Der Bundesgerichtshof hat nunmehr entschieden, dass Drucker, nicht aber PCs zu den vergütungspflichtigen Vervielfältigungsgeräten nach §54a UrhG a.F. gehören. (...)
Der Bundesgerichtshof hat weiter entschieden, dass PCs zu den vergütungspflichtigen Vervielfältigungsgeräten nach §54 UrhG a.F. gehören.“

Fazit: Nach 13,5 Jahren Gerichtsverfahren steht nun fest, dass Gerätehersteller und Importeure für das Inverkehrbringen von Druckern und PC für den Zeitraum bis zum 31.12.2007 Vergütungen an die VG Wort und die VG Bild-Kunst zu entrichten haben.

Belo Horizonte, 8. Juli 2014:
Miroslav Klose, Rekordnationalspieler, schießt sein 16. WM-Tor im Halbfinale Deutschland : Brasilien.

Fazit: Nach 12 Jahren als aktiver Nationalspieler geht Klose damit vor Ronaldo in Führung und hält alleine den Rekord als der Spieler mit den meisten WM-Toren aller Zeiten.

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Wissenswertes für Bild Kunst Mitglieder


(c) Halfpoint - Fotolia.com

Bild Kunst Mitgliederversammlung 2014

Am Samstag, dem 28. Juni, fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Bild Kunst in Mannheim statt. Vorausgegangen war wie üblich am Vortag eine Sitzung des Verwaltungsrats.

Der geschäftsführende Vorstand, Dr. Urban Pappi, konnte gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 präsentieren und prognostizierte Erträge auf dem gleichen Niveau für das laufende Jahr 2014. Im Mittelpunkt der Debatte stand eine Satzungsreform, die bereits seit September 2013 in verschiedenen Gremien vorbereitet worden war und welche von den Mitgliedern mit großer Mehrheit beschlossen wurde. Die Mitglieder der Berufsgruppe III (Film) brachten zudem eine zweijährige Beratung über eine Änderung der Verteilungspläne erfolgreich zum Abschluss: die Mitgliederversammlung beschloss eine Reform des Systems der abrechnungsfähigen TV-Sender.

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Stiftung Kulturwerk


Geförderte Projekte 2014: Berufsgruppe III

Der Förderbeirat der Stiftung Kulturwerk der Berufsgruppe III (Film, Fernsehen, Audiovision) hat in seiner Sitzung am 10. Juli die Anträge auf Förderung für den Bewerbungstermin 30.06.2014 beraten und entschieden. Für diese Vergaberunde waren 14 Anträge eingegangen. Die Vergabekommission hat 4 Vorhaben mit einer Gesamtsumme von rund 66.000 € bewilligt.

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Termine und Fristen


Termine_(c)_gena96-Fotolia_com

Stiftung Kunstfonds: 31. Oktober 2014

Stiftung Kunstfonds: Bewerbungsschluss: 31. Oktober 2014 (Posteingang!)
Stipendien und Projektförderung in 2015 für bildende Künstlerinnen und Künstler

Bildende Künstlerinnen und Künstler können sich bei der Stiftung Kunstfonds um ein Arbeitsstipendium (18.000 Euro) oder um einen Projektkostenzuschuss bis maximal 25.000 Euro bewerben. Außerdem stehen Mittel für die Erarbeitung von Werkverzeichnissen zur Verfügung.
Anträge können nur bildende Künstlerinnen und Künstler mit ständigem Wohnsitz in Deutschland stellen. Eine Bewerbung ist alle zwei Jahre zulässig.

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Stiftung Kulturwerk Berufsgruppe I: 15. September 2014

Stiftung Kulturwerk Berufsgruppe I: Bewerbungsschluss: 15. September 2014 (Posteingang!) für Projekte und Vorhaben rechtsfähiger Organisationen von bildenden Künstlerinnen und Künstlern in Deutschland (Bemessungszeitraum 2015)

Rechtsfähige Organisationen von bildenden Künstlerinnen und Künstler in Deutschland, die auf überwiegend ehrenamtlicher Basis arbeiten als Zusammenschluss von Urhebern und seit mindestens drei Jahren in ein Vereinsregister in Deutschland eingetragen sind, können sich um einen Zuschuss zur Realisierung ihres Vorhabens bewerben. Die Fördersumme kann bis zu 80% der Gesamtkosten, maximal jedoch 20.000 Euro betragen.

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Impressum

Herausgeber
Dr. Urban Pappi
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst,
Bonn & Berlin

Wir sind ein rechtsfähiger Verein kraft staatlicher Verleihung, Sitz: Frankfurt/Main.

Vorstand
Frauke Ancker
Werner Schaub
Rolf Silber

Redaktion
Patrizia Gehlhaar 

Geschäftsstelle in Bonn

Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst
Weberstraße 61
D-53113 Bonn

Tel. 0228 91534 0
Fax. 0228 91534 39

Ust-ID-Nummer DE122126060
Steuernummer 205/5775/0361

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