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Newsletter Bild-Kunst
Mai 2014
Dr. Pappi (c) Anke Schierholz

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn man nach Brüssel blickt oder über den Atlantik, dann verfestigt sich der Verdacht, dass wir viele deutsche Besonderheiten des Kulturbereichs nun erneut verhandeln müssen. Ob Privatkopievergütung, Buchpreisbindung, Filmförderung oder öffentlich-rechtlicher Rundfunk – alles wird in Frage gestellt unter dem Blickwinkel des globalen Wettbewerbs.

Wo finden die Debatten statt? In welcher Form kann man sich engagieren? Wie stehen die Parteien und die Politiker zu den einzelnen Themen?

Leider sind das die falschen Fragen in unserer globalisierten Welt.

Momentan tagt die fünfte Verhandlungsrunde für das geplante Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA (TTIP) in Washington. Dort wird über unsere kulturelle Identität verhandelt.

Was im Einzelnen verhandelt wird, ist nicht bekannt.
Wer im Einzelnen verhandelt, ist nicht bekannt.
Wer am Ende über den Vertrag abstimmt, ist nicht bekannt.

Klar ist nur, dass die amerikanische Seite "Handelshemmnisse" im Kulturbereich abschaffen will. Denn nach der Luftfahrt ist Entertainment das zweitgrößte „Exportprodukt“ der USA. Außerdem steht außer Frage, dass die Amerikaner mit Apple, Google, Facebook, Twitter und Co. die globalen Champions der digitalen Welt beheimaten. Dass für Amazon die Buchpreisbindung ein Handelshemmnis darstellt, leuchtet ein.

Deutschland als bedeutender Industriestandort mag vom Freihandelsabkommen mit den USA profitieren. Deutschland als bedeutender Kulturstandort sollte hierfür aber nicht unter die Räder kommen. Das Gefährliche an den derzeitigen Verhandlungen ist, die Kultur hier ganz den amerikanischen Gepflogenheiten entsprechend als Ware behandelt wird, über die man deals abschließen kann, ohne die Gesellschaft an dem Entscheidungsprozess zu beteiligen.

Wussten Sie, dass die USA das Thema "Nationale Sicherheit" per Generalklausel aus dem TTIP ausgeklammert haben? Dann sollte es Europa auch möglich sein, das Thema „Kultur“ ebenso den Verhandlungen zu entziehen!


Beste Grüße
Ihr Urban Pappi


Urheberrecht Europa


EU-Institutionen und Urheber

Die wichtigsten Entscheidungen zum Urheberrecht werden nicht mehr vom Deutschen Bundestag oder dem Bundesgerichtshof getroffen, sondern vom Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Gerichtshof (EuGH).

In der Legislaturperiode 2009 bis 2014 haben die einzelnen europäischen Institutionen gegenüber dem Urheberrecht unterschiedliche Grundpositionen bezogen. Die mächtige Kommission ist bedauerlicherweise eher im Lager derjenigen zu verorten, die das Urheberrecht im Zuge der Anpassung an die Digitalisierung einschränken wollen. Dagegen haben EU-Parlament und EuGH eine Reihe von urheberfreundlichen Resolutionen und Entscheidungen getroffen. Weiterlesen

Wahl_(c)_Christian_Schwier-Fotolia_com

Bewegung in Europa

Die Wahlen zum Europaparlament stehen unmittelbar bevor: In Deutschland werden die Wahllokale am Sonntag, 25. Mai, geöffnet sein. Von den 751 EU-Parlamentariern wählt Deutschland 96 Abgeordnete. Im weiteren Verlauf des Jahres werden auch die EU-Kommissare neu berufen, die der Verwaltung in Brüssel vorstehen. Die Stärke der Fraktionen im Parlament und die Personalien in der Kommission werden sich auf die anstehende Reform des Urheberrechts auswirken. Weiterlesen

Wissenswertes für Bild-Kunst-Mitglieder


(c) Halfpoint - Fotolia.com

Bild Kunst Satzungsreform

Am 26. Februar 2014 ist die EU-Richtlinie über die kollektive Wahrnehmung von Urheber- und verwandten Schutzrechten (VG-Richtlinie) in Kraft getreten. Sie enthält umfangreiche Regulierungen für alle in Europa tätigen Verwertungsgesellschaften, die darauf abzielen, die Rechte der Mitglieder zu stärken, Transparenz über die Rechteverwaltung herzustellen und den zunehmend internationalen Rechtetransfer zu erleichtern.

Die Richtlinie ist bis zum 10. April 2016 in deutsches Recht umzusetzen. Bereits in der Mitgliederversammlung der Bild Kunst am 28. Juni 2014 sollen zwingende Vorschriften der Richtlinie in die Satzung übernommen werden. Weiterlesen

Vertrag_Museen_(c)_Anja_Schaluschke

Neue Vertragskonditionen für Museen

Am 5. Mai haben VG Bild-Kunst und der Deutsche Museumsbund auf der Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes in Mainz einen  neuen Rahmenvertrag unterzeichnet.

Dieser neue Vertrag passt die seit über 25 Jahren bestehende  Rahmenvereinbarung den Bedürfnissen der Museen zur Online-Kommunikation an, bringt aber auch bei der (gedruckten) Werbung deutliche Erleichterungen für die Museen. Weiterlesen

Projektförderung Stiftung Kulturwerk


Bewerbungsfrist

Bewerbungsfrist für Förderungen Berufsgruppe III

Die Stiftung Kulturwerk erfüllt den kulturellen Auftrag der VG Bild-Kunst und fördert in allen drei Berufsgruppen kulturell besonders wertvolle Werke und Leistungen. Am 30. Juni 2014 endet die Bewerbungsfrist für Kreative aus dem Bereich Film, Fernsehen und Audiovision. Um eine finanzielle Förderung ihres Vorhabens bzw. Projekts können sich sowohl Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder bewerben. Weiterlesen

Termine & Fristen


Termine

Meldeschluss betrifft Urheber/Verlage für die Hauptausschüttung bei schriftlichen Meldungen

Im Bereich Auswertung Bild ist am 30. Juni 2014 der Meldeschluss für Urheber und Verlage für die Hauptausschüttung 2013. Dieser Termin bezieht sich lediglich auf Ihre schriftlichen Meldungen. Die Frist für Ihre Online-Meldungen endet wie üblich am 31. Oktober 2014. Weiterlesen weiterlesen

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Herausgeber
Dr. Urban Pappi
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst,
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